Pädagogisches Konzept

Wir sehen schon die kleinsten Kinder als eigenständige Persönlichkeit, die sich selber kennen lernen möchte, sich ausprobieren muss, sich positionieren möchte und aufgrund dieses großen Selbstfindungsbedarfs auch ein enorm hohes Interesse an verschiedensten Tätigkeiten, Situationen und Materialien hat. Ein Kind benötigt eine Umwelt, die Anreize schafft, die zum experimentieren, entspannen, nachahmen und bewegen einlädt. Ein Kind ist neugierig, mutig, kreativ, wissbegierig und weiß was es will und was es nicht will und hat das Recht dieses zum Ausdruck zu bringen. Es hat jede Menge Talente, die es zu entdecken gilt und viele Eigenschaften, die es mit denen von anderen vergleichen wird. Wir helfen Andersartigkeiten zu erkennen und sie so zu respektieren, wie sie uns täglich begegnet. Erwachsene haben die Aufgabe, diese Selbstfindungs, – und Lernprozesse zu unterstützen, indem sie das ausprobierende Kind vor Gefahren schützen, die eigene Person als Rollenmodel anbieten, und die Umgebung des Kindes mit Möglichkeiten ausstattet, an denen das Kind wachsen kann. Außerdem bietet sich der Erwachsene als sichere Rückzugsmöglichkeit an, wenn sich das Kind mal mit der Exploration überfordert fühlen sollte. Wir sind davon überzeugt dass ein Mensch jeden Alters mit seinen Aufgaben wächst und wir haben das Ziel den Entwicklungsstand eines jeden Kindes im Villa Vivendi zu kennen und ihm an seinen aktuellen Grenzen neue Impulse zu bieten, die den kleinen Forscher über seine Grenzen hinaus wachsen lassen. Kinder sind selbstbewusst und wir wollen dass das so bleibt. Deswegen schenken wir Ihnen Beachtung, einen respektvollen Umgang und bewundern mit ihnen zusammen ihre Fortschritte.
Läuft auch bei uns nach dem Berliner Modell. Wir verweisen an dieser Stelle auf eine Internetseite, die dieses Modell perfekt erklärt.

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Weniger als ein Drittel der Weltbevölkerung wächst einsprachig auf und es ist bei einem Gipfeltreffen der 15 EU-Staaten im Frühjahr 2003 beschlossen worden, dass alle EU Bürger in Zukunft mindestens mit zwei Sprachen aufwachsen sollen. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig und einleuchtend. Das Erleben linguistischer Andersartigkeit ist die Grundlage für internationale Toleranz. Insbesondere das Erlernen einer oder mehrerer Weltsprachen fördert die Verständigung zwischen den Nationen, öffnet das Tor zur Verständigung in die Welt und erhöht die Chance auf Frieden. Uns scheint die Kombination Englisch und Deutsch sehr sinnvoll zu sein, da es sich um zwei der modernen Weltsprachen handelt und beide als Unterrichtsfach nach der Kita im deutschen Schulalltag weiter präsent sein werden. Wie funktioniert das Erlernen einer Fremdsprache im Kindergarten nun in der Praxis? Wir haben natürlich den Anspruch englische Native Speaker bei uns zu beschäftigen, die ein bestmögliches Sprachniveau garantieren. In jeder Gruppe wird es dann mindestens eine englischsprachige Fachkraft geben, ebenso wie mindestens eine deutschsprachige und die Erzieherinnen und Erzieher sprechen nach dem Prinzip: one person – one language konsequent ihre Sprache und wechseln nicht von einer auf die andere Sprache. Auf diese Weise verstehen die Kinder leicht dass die Sprache personengebunden ist und können die verschiedenen Wörter klar einem Sprachsystem zuordnen.
Für ganz wichtig halten wir eine durchdachte, gesunde Ernährung, die schmeckt und dem Körper gut tut. Unser Koch wird jeden Tag ein leckeres Mittagessen aus frischen Zutaten kochen, wobei er den Speiseplan nach den Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung erstellt. Zu jedem Essen wird es frisches Brot oder Rohkost geben, so dass jedes Kind auf seine kulinarischen Kosten kommen wird.
Viele Lebensmittel kaufen wir in Bio Qualität ein und wir bevorzugen regionale Obst und Gemüsesorten.
Die Küche, in der unser Koch sein tägliches Zauberwerk vollbringt ist vom Krippengruppenraum, und in der Holstenstraße zusätzlich vom Elementargruppenraum einsehbar. So können alle Kinder dem Koch beim arbeiten zusehen und werden zum nachahmen angeregt. Allen Gruppen steht eine gut ausgestattete Spielküche zur Verfügung. Was ist ein „Gemüse der Saison“ und was kostet es? Beim Einkauf der Lebensmittel können sie außerdem erste Erfahrungen mit einem Haushaltsbudget und den dazugehörigen mathematischen Grundlagen machen. Mit den Kindern, die sich besonders für dieses Thema interessieren, werden wir auch unsere eigenen Gemüsesorten anpflanzen, ernten und zubereiten.
Musik ist ein unglaubliches Multitalent, wenn es um die Förderung von Kindern geht. Der Umgang mit Instrumenten, der eigenen Stimme, dem Tanzen zur Musik und andere Erfahrungen im musikalischen Bereich sprechen den Körper an, den Geist, die sozialen Fähigkeiten und im Speziellen verschiedene Hirnregionen. In unseren Trommelangeboten lernen die Kinder ein ganz besonderes „Wir Gefühl“ kennen, zusammen machen wir den Rhythmus, zusammen hören wir uns laut an, alleine bin ich leiser, alleine hört sich mein Rhythmus anders an. Sich selber einen Platz in der Gruppe zu geben wird ein Leben lang eine notwendige Fähigkeit sein. Durch den Gebrauch von verschiedenen internationalen Instrumenten werden zum einen motorische Fähigkeiten geschult, denn Eine Okarina erfordert ganz andere Bewegungsabläufe als eine Tamburine oder eine Triangel, und zum anderen ist die erst Information über die verschiedenen Länder sind mit einem positivem Erlebnis verbunden. Aber mal ganz abgesehen von den tollen Förderungsmöglichkeiten für Körper und Geist bringt Musik machen einfach riesen Spaß, macht glücklich und entspannt die Seele. Wir werden Musik in ihren vielfältigen Weisen in den Alltag einbinden und es so zu einer der schönsten Selbstverständlichkeiten des Lebens machen.
Um ihrem Kind immer den nächsten Entwicklungsschritt zu ermöglichen oder zumindest die richtigen Anreize zu schaffen, ist es zwingend notwendig zu wissen, wo er oder sie sich gerade in der Entwicklung befindet. Diese Informationen erhalten wir nur durch genaue Beobachtung der Kinder und die Ergebnisse halten wir in schriftlicher Form fest. Auch Fotos oder Videos sind hier mögliche Hilfsmittel, die den Entwicklungsbericht noch verständlicher machen und bereichern können. Auf diesen Beobachtungen basierend werden zukünftige pädagogische Projekte geplant. Teilweise in Zusammenarbeit mit den Eltern. Wir erstellen unsere Entwicklungsberichte auf der Grundlage der „Arbeitshilfe für Kitas im Paritätischen“. Neben den täglichen Gesprächen zwischen Erzieherinnen, Erziehern und Eltern die schon Informationen zur Entwicklung enthalten, bekommen alle Eltern halbjährlich einen Entwicklungsbericht über ihr Kind in gedruckter Form. Eine schöne Erinnerung an eine aufregende und wichtige Zeit im Leben.
Weil Eltern die Experten für ihr eigenes Kind sind, ist es wichtig dass zwischen der Kita und den Eltern ein reger Informationsaustausch stattfindet. Dies stellen wir durch tägliche „Tür- und-Angel-Gespräche“, regelmäßige Entwicklungsgespräche oder thematische Elternabende, sowie die aktive Unterstützung der Elternvertretung sicher. Diese vielfältige und intensive Zusammenarbeit kommt allen Beteiligten zugute, ganz besonders aber den Kindern. Transparenz ist uns sehr wichtig. Deswegen werden alle Eltern stets über unsere Aktivitäten informiert. Es werden alle Wochenpläne und Speisepläne einsichtig sein und in sinnvollen Grenzen auch mit gestaltbar. In ausführlichen Berichten halten wir die Entwicklung des Kindes fest und stellen diese den Eltern regelmäßig vor. Natürlich haben interessierte Mütter und Väter auch die Möglichkeit bei uns zu hospitieren und sich an diversen Aktivitäten zu beteiligen. So feiern wir zum Beispiel jeden Sommer unser Gartenfest „Bumblebee & Honey tea“ und jeden Winter „ Candlelight-Winternight “ und können darüber hinaus sicher auch Hilfe ganz unterschiedlicher Art gut gebrauchen. Auch auf Ausflügen ist jedes weitere Augenpaar willkommen und unsere hauseigene Mini-Bücherei wird von den Eltern aktiv mit gestaltet. Jedes Jahr werden wir nach den beiden Konzepttagen einen Elternabend halten, auf dem unsere neuen Eindrücke und Ideen mit allen Anwesenden besprochen werden, so dass Eltern ebenfalls auf das Konzept und somit auf die Erziehung ihres Kindes aktiv Einfluss nehmen. Generell wünschen wir uns einen offenen, respektvollen Umgang zwischen allen Beteiligten, so dass ein pädagogisch wertvoller, kreativer Gestaltungsprozess möglich ist, aus dem sich neue Ansätze entwickeln können. Wir beziehen uns dabei u.a. auf die Ausarbeitungen des PARITÄTISCHEN Hamburg zum sog. „Beschwerdeleitfaden für Eltern“